Spätestens seit der Flüchtlingskrise 2015 ist das Thema der Migration unverändert auf der politischen Agenda geblieben. Verschiedene Regierungen in unterschiedlichen deutschen Bundesländern reagieren dabei mit verschiedenartigen Policies darauf. Das Ziel dieses Beitrages besteht darin, diese verschiedenen Policies der beiden Bundesländer hinsichtlich der Aspekte „Finanzierung/Beauftragung der Krankenkassen mit der Gesundheitsversorgung der Asylsuchenden und Einführung der Gesundheitskarte“, „zentrale Unterbringung (Ankerzentren)“, „Existenzsicherung“, „Abschiebungen nach Afghanistan“ und der „Abstimmung im Bundesrat über das Gesetz zu sicheren Herkunftsländern (Marokko, Tunesien, Algerien)“ in Bezug auf ihre Permissivität oder Restriktivität in einer vergleichenden Fallanalyse zu untersuchen. Somit wird dahingehend die Frage nach den möglichen Unterschieden gestellt. Der vergleichenden Fallanalyse liegt dabei die Annahme zugrunde, dass die Parteiendifferenztheorie im expliziten Fall greift, da aktuelle Forschungsbeispiele explizit Parteieffekte (neben weiteren Effekten) im Fall der migrationspolitischen Policies auf Länderebene in Deutschland nachweisen. Die Hypothese(n), dass Berlin mit seiner Rot-Grün-Roten Regierung in diesem Einzelfall deutlich progressiver agiert, als Bayern mit seiner Regierung aus CSU und den Freien Wählern, bei denen restriktivere Policies zu erwarten sind, wird dabei bewiesen.