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Politikwissenschaft

Nr. 1 (2024): Göttinger Arbeiten aus Sozial- und Politikwissenschaft

„Ich übertrage Dir meine Stimme!“: Welche Vorteile und Risiken sind mit Liquid Democracy als Mittel zur innerparteilichen Meinungsbildung am Beispiel der Piratenpartei verbunden?

  • Philipp Haake
DOI
https://doi.org/10.62014/2024-1-1825
Veröffentlicht
23.09.2024

Abstract

Dieses Paper untersucht die Vor- und Nachteile von Liquid Democracy, wie sie von der Piratenpartei Deutschlands mithilfe der Software „Liquid Feedback“ umgesetzt wird. Dadurch soll Mitgliedern direkte oder delegierte Mitbestimmung bei politischen Entscheidungen ermöglichen werden. Die Analyse zeigt jedoch, dass diese Form der Stimmendelegation die Entstehung oligopolistischer Machtstrukturen begünstigt, da Delegationsketten und Clusterbildung Macht konzentrieren. Ein Großteil der Mitglieder nutzt die Delegation, ohne selbst aktiv an den Entscheidungsprozessen teilzunehmen. Wodurch die idealisierte Vorstellung, dass die am qualifiziertesten und am besten geeigneten Personen die Stimmen erhalten, in Frage gestellt wird.