Wie haben Wohlfahrtsstaaten auf die Herausforderungen der Corona-Pandemie reagiert? Dieser Frage widmet sich die vorliegende Arbeit mit der Perspektive auf die konservativen Wohlfahrtstaaten Deutschland und Österreich. Dabei wird das Subsidiaritätsprinzip als Leitbild des konservativen Typus fokussiert und aus diesem drei Kernmerkmale – das Bedarfsprinzip, die Präferenz der personennäheren Entscheidungsebene sowie die Selbsthilfeorientierung - abgeleitet. Nach einer näheren Auseinandersetzung mit den potenziellen Einflüssen von krisenhaften Situationen auf Wohlfahrtsstaaten folgt der Vergleich von Einmalzahlungen in Deutschland und Österreich während der Corona-Pandemie. Dieser stellt sich vor dem Hintergrund der subsidiären Merkmale die Frage, welche Entwicklungen innerhalb des konservativen Wohlfahrtsstaatstypus anhand von Reaktionen auf die Corona-Pandemie sichtbar werden.