Die Terroranschläge des 11. Septembers 2001 stellten einen großen Einschnitt in der amerikanischen Politik dar, weshalb der Umgang mit diesen in dem darauffolgenden Präsidentschaftswahlkampf 2004 zu einem der zentralsten Diskussionsthemen wurde. Diese Arbeit untersucht aus Sicht der Opposition der Demokraten, inwiefern es deren Präsidentschaftskandidaten John F. Kerry bezüglich dieses Themas rhetorisch gelang, sich gegenüber dem gestärkten Amtsinhaber George W. Bush als eine Wahlalternative darzustellen. Zur Kontextualisierung werden dabei zunächst die Maßnahmen Bushs sowie die Oppositionsarbeit der Demokraten unmittelbar nach den Terroranschlägen beleuchtet. Danach erfolgt die Quellenanalyse und -interpretation einer Rede Kerrys aus einer kulturgeschichtlich-politischen Perspektive, um dessen Wahlkampfstrategie herauszuarbeiten. Hierbei wird die Wichtigkeit des Aspekts der Moral deutlich, welcher sich durch den gesamten Wahlkampf zieht. Deshalb handelt es sich bei dieser Arbeit auch um einen Beitrag zur Moral History. Als Fazit ergibt sich, dass Faktoren wie die kooperative Opposition der Demokraten sowie die Übernahme des konservativen Moralkonstruktes von Bush dazu beigetragen haben, dass sich Kerry während des Wahlkamps in zentralen Aspekten nicht von Bush abgegrenzt hat.