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Das APR im Spannungsfeld digitaler Kommunikationsplattformen - Neue Veranstaltung der Reihe "Recht Interdisziplinär"

07.04.2026

Am 05. Mai 2026 ab 18:30 (s.t.) wird die achte Veranstaltung aus der Reihe "Recht Interdisziplinär" der Göttinger Rechtszeitschrift in Zusammenarbeit mit dem Alumniverein der Studienstiftung des deutschen Volkes unter dem Thema „ Das Allgemeine Persönlichkeitsrecht - im Spannungsfeld digitaler Kommunikationsplattformen “ hybrid im Raum ZHG 104 stattfinden.

Wie tragfähig sind die klassischen Schutzinstrumente des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts noch in einer digitalen Öffentlichkeit, die durch Geschwindigkeit, enorme Reichweiten und stetig wachsende technische Manipulationsmöglichkeiten geprägt ist? Diese Frage bildet den Ausgangspunkt einer interdisziplinären Podiumsdiskussion, die sich mit den Herausforderungen auseinandersetzt, vor die soziale Medien und digitale Kommunikationsräume das Recht heute stellen.

Der digitale Raum bringt eine Vielzahl neuer Problemlagen mit sich: rechtswidrige Inhalte, algorithmisch verstärkte Dynamiken und die rasante virale Verbreitung von Informationen verändern die Bedingungen öffentlicher Kommunikation grundlegend. Gleichzeitig treten neue Akteure auf den Plan, etwa Anbieter und Betreiber von KI-Systemen, die dazu beitragen, die Grenzen zwischen Realität und Fiktion zunehmend zu verwischen. Diese Entwicklungen führen dazu, dass Verletzungen des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts und anderer Schutzrechte sich nicht nur schneller manifestieren, sondern sich mit wachsender Verbreitung auch erheblich intensivieren – oftmals, bevor sie rechtlich oder technisch wirksam abgewehrt werden können.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die zentrale Frage, ob bestehende Abwehrmechanismen noch ausreichen oder ob angesichts dieser tiefgreifenden Veränderungen neue Instrumente erforderlich sind. Die Diskussion nimmt dabei insbesondere die Rolle der unterschiedlichen Akteure in den Blick und fragt, welchen Beitrag Recht, Plattformen, Technologieanbieter und Nutzer*innen jeweils zur Bewältigung dieser Herausforderungen leisten können.

Es diskutieren Prof. Christian Stöcker (Professor für digitale Kommunikation an der HAW Hamburg), Vivian Treibst, LL.M. (Rechtsanwältin für Medien- und Urheberrecht bei WBS Legal), sowie Dr. Konstantin Peveling (Bereichsleiter für Medienpolitik beim Bitkom e.V.). Gemeinsam bringen sie Perspektiven aus Wissenschaft, anwaltlicher Praxis und Interessenvertretung der Digitalwirtschaft in den Dialog ein.

Die Veranstaltung lädt dazu ein, zentrale Fragen unserer digitalen Gegenwart zu reflektieren und gemeinsam zu diskutieren, ob und wie das Allgemeine Persönlichkeitsrecht den Herausforderungen einer vernetzten Öffentlichkeit gerecht werden kann.