Der nachfolgende Beitrag beschäftigt sich mit der Thematisierung des Genfer Völkerbundes im wissenschaftlichen Werk Carl Schmitts. Dazu wird Schmitts Kritik am Völkerbund aus den 1920er und 1930er Jahren der Auseinandersetzung mit dem Bund in seiner Nachkriegsschrift »Der Nomos der Erde« von 1950 entgegengestellt. Der Vergleich offenbart neben der Kontinuität der Kritik vor allem den fundamentalen Wandel, den Schmitts Gedankenwelt in den 1940er Jahren mit der Findung des Raumdenkens durchläuft.