Der Beitrag beleuchtet den sogenannten »Kruzifix-Beschluss« des Bundesverfassungsgerichts unter der Fragestellung, ob die enorme Gegenreaktion durch das Vermeiden von Fehlern und das Einhalten der Kompetenzen durch das BVerfG hätte verhindert werden können. Um dies zu beurteilen, wird erläutert, weshalb die Entscheidung verfassungsrechtlich kontrovers ist, sowie der historische Kontext der »Kruzifix-Jahre« insgesamt beleuchtet. Dabei wird aufgezeigt, an welche Grenzen das Gericht bei der Umsetzung stößt, inwieweit der Kruzifix-Beschluss tatsächlich umgesetzt wurde und wie stark das BVerfG auf gesellschaftliche Akzeptanz angewiesen ist.